Vom Geschirrtuch zum DIY-Körnerkissen

Körnerkissen1

Ihr Lieben, jetzt wird es ganz verrückt! Ich habe ab sofort eine Nähmaschine und versuche mich als Körnerkissen-Näherin. Gestern habe ich dann völlig planlos und ohne großartige Vorbereitungen drauflos genäht. Hat semigut geklappt. Aber hier soll es jetzt mal nicht um die Schönheit des Kissens gehen, sondern um die praktische Idee aus einem hübschen Geschirrtuch und etwas knalligem Nähgarn ein nützliches und entspannendes 3-Kammer-Körnerkissen zu nähen. Und zumindest das ist mir gelungen. 😀

Um loszulegen braucht man ein Geschirrtuch aus 100 % Baumwolle, Garn, ebenfalls aus 100 % Baumwolle, eine scharfe Schere oder noch besser eine Stoffschere, Stecknadeln, etwa 1 kg Roggen (gibt es im Reformhaus) und natürlich eine Nähmaschine. Wer sich jetzt fragt warum Baumwolle, dem sei gesagt, alles andere gibt ziemlich Ärger mit den lieben Kollegen, wenn das Zeug in der Mikrowelle Feuer fängt! Zudem ist Baumwolle sehr hautverträglich. Und warum Roggen und keine Kirschkerne? Auch einfach zu beantworten: Roggenkörner sind kleiner und flacher als Kirschkerne und man kann es sich darauf besser bequem machen. Außerdem ist Roggen günstiger und riecht nach dem Erhitzen so herrlich nach Popcorn – ein bisschen wie im Kino. Apropos erhitzen: Man sollte das Kissen nicht länger als 3 Minuten in die Mikrowelle legen, damit es nicht anbrennt und heiß genug ist es danach allemal!

Und so funktioniert´s:

Das Geschirrtuch der Länge nach in zwei Hälften schneiden, denn man braucht für ein Kissen nur die Hälfte des Materials. Danach die bereits umgenähten Kanten des Geschirrtuchs abschneiden und den Stoff so zusammenklappen, dass ein schmales Rechteck entsteht und die Innenseite des Stoffs außen ist. Nach dem Zusammenklappen, die aufeinander liegenden Kanten mit Stecknadeln sichern. Sobald das geschehen ist, kann man die beiden Längstseiten und eine der kürzeren Querseiten zusammennähen, so dass eine Seite noch offen ist. Die offene Seite wird nur zur Hälfte zugenäht. Danach kann das gesamte Kissen durch diese kleine Öffnung auf rechts gezogen werden. Da das Kissen mindestens drei Kammern (mehr gehen natürlich auch) haben soll, müssen im nächsten Schritt die Kammern mit Schneiderkreide oder Bleistift markiert werden.

Ein kariertes Geschirrtuch hat den Vorteil, dass man auch ohne Kreide auskommt. Im folgenden Schritt können dann die Körner für die erste Kammer durch die kleine Öffnung in das Kissen gefüllt werden. Es sollten auf keinen Fall zu viele Körner sein, damit das Kissen beweglich bleibt. Ich habe zum Einfüllen aus einem Blatt Papier ein Trichter geformt, damit nicht zu viel daneben geht. Nach dem Einfüllen kann die erste Kammer dann mit dem Steppstich zugenäht werden. Genauso kann man dann auch mit der zweiten und dritten Kammer verfahren. Zum Schluss muss allerdings noch das kleine Einfüllloch geschlossen werden. Das geht am besten mit ein paar Stichen von Hand, kann aber natürlich auch mit der Nähmaschine geschehen. Falls ihr das Kissen mit einer hübschen Ziernaht rund herum verschönern möchtet, solltet ihr das unbedingt vor dem Einfüllen der Körner machen. Die Körner könnten euch sonst in die Naht geraten.

Das war es auch schon. Ich habe noch versucht das Kissen etwas aufzuhübschen, aber da ich nicht sonderlich geübt bin, hat das nicht so richtig geklappt. Aber es ist ja noch kein Meister vom Himmel gefallen …

13 Kommentare zu “Vom Geschirrtuch zum DIY-Körnerkissen”

    1. Ja so ist das richtig! 😀 Ich habe meines jetzt mit ins Büro genommen. Da kommt es regelmäßig zum Einsatz … 😉

  1. Das Körnerkissenn ist total schön, finde den Konrrast von einem herkömmlichen Geschirrtuch und dem poppigen Garn wirklich klasse!Probier ich demnächst aus!;)

    1. Hm, nicht ganz. Ich habe für ein halbes Geschirrtuch ca.750 g gebraucht, aber es gab nur Packungen mit 1 kg. Die 750 g kann man dann total gut mit einem Messbecher auf die drei Kammern verteilen. 🙂

  2. Pingback: 30 Tage 30 Dinge
  3. Kannst du vielleicht ein Bild machen, auf dem das Kissen im gesamten zu sehen ist? Dann könnte ich mir das mit den Kammern besser vorstellen..

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