Altbau, Vintage-Schätze, Mid-Century Modern und die Liebe zum Detail: Im Rahmen des Instagram-Projekts #howiseeyourhome war ich bei Interior Designerin Anita zu Besuch und zeige euch, welche Schätze sich hinter Ihrer Wohnungstür verbergen.

Dank der genialen Idee von Lilli von @kitschcanmakeyourich und Simon von @interiorhoch2 durfte ich vor einigen Wochen Anita von @mywunderkammer besuchen. Der Hintergrund: Interior-Instagramer besuchen Interior-Instagramer und fotografieren die Wohnung des jeweils anderen aus ihrer eigenen Perspektive.
Ich habe mich extrem gefreut, dass die beiden Initiatoren dabei auch an mich gedacht haben und war sofort Feuer und Flamme. So bekam ich erst Besuch von Karoline (@_kaline) und besuchte danach Anita, die praktischerweise direkt bei mir um die Ecke wohnt.

Interior-Match: Bei Anita würde ich sofort einziehen

Ich folge Anita schon lange bei Instagram und liebe ihre Einrichtung – nicht zuletzt, weil auch sie es etwas bunter mag und gerne Akzente setzt. Aber: Nicht nur Anitas Wohnung ist interessant – auch Anitas Job ist extrem spannend. Anita war so lieb und hat mir erlaubt, sie mit ein paar Fragen zu löchern. Lest hier mehr über sie, ihre Liebe zum Einrichten und darüber, was ihren Job so besonders macht:

Homestory: Schlafzimmereinblicke
Stilmix in Perfektion

Liebe Anita, bevor ich mit ganz konkreten Fragen starte, bitte erzähle mir doch ein bisschen von dir und deinem Zuhause.

Anita: Ich heiße Anita Goda, bin 38 Jahre alt und wohne mit meinem Mann und meinen zwei Kindern in Köln in einer 3-Zimmer-Altbauwohnung. Mein Mann und ich sind vor bald 10 Jahren hier eingezogen (damals noch kinderlos) und fanden von Anfang an die offene Gestaltung von Küche und Wohnbereich mit Durchreiche und die großen Fenster toll. Allein ein Balkon fehlt, und mittlerweile wäre ein viertes Zimmer gut, aber trotzdem werden wir wohl noch eine Weile hier leben, denn der Wohnungsmarkt in Köln ist verrückt.

Homestory: Vintage-Style
Vintage-Schätze wohin man blickt

In deiner Wohnung gibt es viele alte Schätze, die aussehen, als hätten Sie viel zu erzählen. Mich würde interessieren, welches Stück dir selbst am meisten am Herzen liegt und warum.

Anita: Da fällt es mir schwer, eine Wahl zu treffen, denn in der Tat mag ich alle meine gesammelten alten Schätze sehr gern und verbinde mit den meisten Stücken eine Geschichte. So z.B. mit der alten Kommode im Schlafzimmer, die habe ich vor der Geburt meines ersten Kindes gebraucht gekauft, um sie als Wickelkommode zu verwenden. Größe und Form waren perfekt, aber die Kommode war in einem sehr schlechten Zustand, miserabel lackiert, hat dafür auch nur ein paar Euro gekostet. Wir haben sie dann von einem Schreiner aufarbeiten und einen (abnehmbaren) Wickelaufsatz dafür bauen lassen. So hat sie uns die ersten Lebensjahre unserer Kinder gute Dienste geleistet, und nun nutze ich sie für Wäsche im Schlafzimmer. Ich kann mir nicht vorstellen sie jemals wieder herzugeben, außer natürlich als Wickelkommode für meine Enkel. 

Homestory: Altbauwohnung in Köln-Ehrenfeld
Die Kommode im Schlafzimmer

Niemals trennen werden wir uns wohl auch von dem Vintage-Schreibtisch im Wohnzimmer, denn er ist ein Erbstück aus der Familie meines Mannes.

Du hast mir bei meinem Besuch deinen frisch renovierten Flur präsentiert. Wie bist du auf die Farbe und die Aufteilung gekommen bzw. was hat dich dazu inspiriert?

Anita: Der Flur brauchte dringend einen neuen Anstrich, und ich wollte ihn bei der Gelegenheit einladender gestalten und ihm optisch mehr Struktur und Wärme verleihen. Also beschloss ich helle und dunkle Farbflächen zu kombinieren, die Aufteilung ergab sich aus den Funktionsbereichen und der Position der Möbel sowie den Proportionen des Raumes. Außerdem sollten die Wandfarben zu dem alten hellgrünen Schränkchen, der Holzbank und einem Läufer mit geometrischem Muster in verschiedenen Rosé-Tönen passen. Ich habe einige Farbfächer gewälzt, bis ich ein Rotbraun und ein Hellrosa fand, die gut in dem dunklen, meist künstlich beleuchteten Flurstück funktionieren.

Ich bin hin absolut begeistert von deinem Händchen fürs Detail. Für mich ein absolutes Highlight, die zueinander passenden Leuchten im Wohnzimmer. Wo hast du sie gefunden?

Anita: Vielen Dank für das Kompliment! Ja, ich bin schon sehr detailverliebt, gerade wenn es um Einrichtung geht.
Meinst du die Muschelleuchten über dem Esstisch und neben dem Fernseher? Das sind ebenfalls beides Erbstücke meines Mannes, die vor ca. 15 Jahren zu uns kamen und schon in unserer ersten gemeinsamen Wohnung hingen. Also zwei weitere Stücke, von denen wir uns nicht trennen können. Auch wenn ich eine Schwäche für schöne Leuchten habe und mir zur Abwechslung durchaus andere, moderne Modelle über dem Esstisch vorstellen könnte.

Extrem spannend finde ich auch deine selbständige Tätigkeit, die Wohnungen anderer einzurichten. Ich stelle mir das nicht immer ganz einfach vor. Was macht dir den meisten Spaß an deiner Tätigkeit und wie funktioniert das Ganze?

Anita: Ich bin mit Studio Wunderkammer als Interior Designerin selbstständig und berate hauptsächlich Privatkunden in Fragen zu Raumgestaltung und Einrichtung. Die Beratung ist von Fall zu Fall sehr unterschiedlich, beginnt aber meist mit einem Gespräch vor Ort, in den Räumen die umgestaltet oder eingerichtet werden sollen. Dabei werden Ideen durchgespielt, ich mache erste Vorschläge und gebe Tipps. In manchen Fällen reicht das schon, in anderen entwickle ich anschließend detaillierte Konzepte, wähle Farben und Materialien aus, recherchiere Möbel, begleite Kunden in Einrichtungsgeschäfte, plane Maßanfertigungen mit Handwerkern oder bin bei der Umsetzung vor Ort dabei und kümmere mich um den Feinschliff und die Dekoration. Einige Kunden berate ich so über viele Monate und plane für sie bis ins Detail, das macht besonders Spaß. Wenngleich es auch eine Herausforderung ist, die individuellen Bedürfnisse und den persönlichen Stil von Kunden zu erspüren und darauf zugeschnittene Konzepte zu erarbeiten, ist es auch unglaublich toll so immer unterschiedliche Räume gestalten zu dürfen und am Ende deren Verwandlung zu sehen. Am schönsten ist es, wenn meine Vision für einen Raum real wird und funktioniert und die Kunden begeistert.

Mit Liebe zum Detail und einem Händchen für Farben

Wie ihr auf meinen Bildern aus Anitas Wohnung seht, hat sie auch ihrer eigene Wohnung mit viel Liebe zum Detail perfekt eingerichtet. Ich liebe die Mischung aus modernen und alten Vintage-Stücken, die gewagten Farbkombinationen und kleinen Details, die es überall zu entdecken gibt.

Homestory: Kölner Altbautraum
Der Blick vom Flur ins Wohnzimmer: Die Sonne taucht das Wohnzimmer in rötliches Licht.
Homestory: Arbeitsplatz im Vintage-Style
Bunt, aber harmonisch: Anita weiß mit Farben umzugehen.
Homestory: Midcentury Modern in einer Altbauwohnung
Mid-Century Modern: der Esstisch im Wohnzimmer lädt zu Kaffee und Kuchen ein.

Wie gefällt euch Anitas Zuhause? Würdet ihr auch einziehen?

Fotos: Anna Steffi Winterhoff / annablogie

Eine Antwort auf „Homestory: die Vintage-Schätze einer Interior Designerin

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