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imm cologne 2018: die neuen Wohntrends

Für Interior-Fans und Designliebhaber wird Köln einmal im Jahr zum Nabel der Welt. Anlässlich der internationalen Möbelmesse imm cologne strömen jedes Jahr im Januar Wohnverrückte aus aller Welt in die Stadt, um die neuesten Möbel, Wohnaccessoires und Einrichtungstrends des Jahres zu entdecken. Und natürlich gab es auch in diesem Jahr viel zu sehen. Hier sind meine ganz persönlichen Eindrücke – leider etwas verspätet.

Die Möbelmesse ist für mich eine der spannendsten Veranstaltungen des Jahres und damit Pflichtprogramm. Ich habe mich dementsprechend gleich mehrere Tage durch die Gänge der imm  cologne treiben lassen, um mir ein Bild von den neuen Trends zu machen. Es dauert immer ein bisschen, bis man das Muster erkennt, aber fünf Trends zeichnen sich für mich ganz deutlich ab:

Auf der imm cologne: Farbe, Farbe, Farbe

Es wird bunt. Nachdem wir vor zwei Jahren von viel Samt, dunklen und gedeckten Farbtönen überrascht wurden, wendet sich das Blatt langsam hin zu einem gewagten und knalligen Wohntrend. Vor allem Gelb, Blau, Rot und Grün leuchten in gewagten Kombinationen um die Wette. Aber auch Orange ist auf dem Vormarsch. Besonders mutige Kombinationen habe ich bei authentics, Wittmann und eno studio gesehen. Aber auch Schönbuch setzt 2018 auf Knallfarben wie Pink Flamingo und Curry Gelb.

eno studio
eno studio

Pastell- und Pudertöne als Gegentrend

Viele Hersteller zeigen aber auch, dass bunt nicht unbedingt knallig sein muss. muuto und Vitra setzten beispielsweise verstärkt auf sanfte Nuancen in ganz unterschiedlichen Farben. Überall zu sehen: Pudertöne kombiniert mit dunklen gedeckten Farben. Besonders bei ferm living und muuto haben mir die Farbzusammenstellungen sehr gefallen  – vermutlich, weil sich diese Farben ganz gut in meinen eigenen vier Wänden machen würden.

Vitra
Vitra

Naturmaterialien & Ethno Style als Trend

Einen großen Raum haben auf der imm cologne auch Hersteller eingenommen, die traditionelles Handwerk zurück in unsere Wohnungen bringen wollen. Zanat ist zum Beispiel eines dieser Unternehmen. Einige ihrer Produkte sowie ihre Handschnitztechnik sind Teil der offiziellen bosnischen Kulturerbe-Liste. Ihre Produkte verbinden modernes Produktdesign und Handwerkskunst auf außergewöhnliche und sehr nachhaltige Weise. Schaut euch mal an, was diese Künstler aus Holz zaubern!
Verliebt habe ich mich aber in ames design: In Zusammenarbeit mit Sebastian Herkner zeigt das Label wie gut moderne Einrichtung und kolumbianische Handarbeit zusammenpassen. Mich hat der Stand des jungen Labels magisch angezogen: diese Farben, die Strukturen, die Vielfalt – super schön. Traditionelle Handwerkskunst wird definitiv wieder salonfähig.

ames-Kissen: Desogn by Sebastian Herkner

Die imm bringt Cord zurück

Kann man mögen, muss man aber nicht: Cord. Ich persönlich fühle mich in meine Jugend versetzt, als ich im Cord-Kleidchen zum Abschlussball der Tanzschule gegangen bin. Als Material finde ich Cord nicht schlecht, aber noch verbinde ich damit die 90er. Aber man gewöhnt sich ja meistens schnell an die neuen Materialtrends. Samt liebe ich inzwischen auch heiß und innig. ferm living hat jedenfalls schöne Kissen aus Cord in dunklem Rot und Grün auf der imm cologne präsentiert. Und nicht nur dieses Label setzt 2018 auf Cord. Dieser Materialtrend kommt also zurück.

Große Hersteller machen Möbel für kleine Wohnungen

Ein Wohntrend, der sich fortsetzt: Urban Living mit flexiblen Möbeln. Viele große Hersteller springen nun auf den Trend auf und produzieren kleine Möbel, die es ermöglichen auch in nicht ganz so geräumige Stadtwohnungen Designerstücke einziehen zu lassen. ferm living hatte in diesem Jahr einige Beispiele im Gepäck, die sich auch in meiner Wohnungen unterbringen ließen. Darunter Sofas, Couchtische mit verstecktem Stauraum und schwebende Wandregale.

Auch irgendwie ein Wohntrend: Sebastian Herkner 

Ob Lampen, Tische und Accessoires für Pulpo, Servierwagen für Schönbuch, Möbel und Kissen für ames oder eine Betten-Serie für Schramm: Sebastian Herkner ist zur Allzweckwaffe geworden. Seine Designs sind von der imm cologne nicht mehr wegzudenken. Egal, was dieser Mann anfasst, es schlägt ein wie eine Bombe. Aus diesem Grund scheinen viele Hersteller auf den jungen talentierten Designer zu setzen. Er ist ein Garant für Erfolg. In diesem Jahr fand ich es tatsächlich etwas übertrieben. Mal sehen wie lange dieser Hype noch anhält und wer Sebastian vielleicht zukünftig ablöst. Tendenzen?

Sebastian Herkner, imm cologne 2016
Sebastian Herkner, imm cologne 2016

Das waren sie, meine Eindrücke der imm cologne 2018. Der eine oder andere Wohntrend zeichnet sich definitiv bereits ab. Was gefällt euch davon am besten und was geht gar nicht?

Fotos: Anna Steffi Winterhoff / annablogie

Kupfertupfer auf der imm cologne

Auch in diesem Jahr habe ich wieder die imm cologne besucht und natürlich war es spannend. Leider lange nicht so spannend wie 2013.

Noch im letzen Jahr habe ich mich wie Alice im Wunderland gefühlt und bin wie verzaubert von einem Highlight zum Nächsten gestolpert. In diesem Jahr kam mir dann doch alles irgendwie sehr bekannt vor. Das mag natürlich daran liegen, dass ich mich sehr intensiv mit dem Thema Interior befasse. Trotzdem war es schön. Es gab großartige und sehr kreative Messestände zu bestaunen und auch die Arrangements der Accessoires waren unheimlich inspirierend.

Eines ist klar: Kupfer ist und bleibt Trend 2014. Wohin man sich in den riesigen Hallen der imm auch dreht und wendet, überall reflektieren Lampen, Regale, Hocker, Beistelltischen, Tabletts und Vasen rötlich schimmernden Kupferglanz. Kupfertupfer wohin das Auge blickt. Fast immer kombiniert mit Grau oder Anthrazit. Alternativ auch mal mit Pastelltönen. Langsam vielleicht ein bisschen viel des Guten?

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Diese Lampen sind einer meiner absoluten Favoriten der imm 2014. Sie waren das erste Highlight, das ich auf der Messe überhaupt wahrgenommen habe. In der kommenden Woche werde ich euch über diese Lampen auf jeden Fall noch Genaueres berichten.

Gubi

Vitra

Dieses Fahrrad mitten in einem Vitra-Wohnzimmer hat mit Sicherheit jeder fotografiert. Das Ding ist aber auch einfach zu hübsch!

Vitra

Außer dem Kupfertrend gab es natürlich noch jede Menge weitere erkennbare Tendenzen. Darunter Mamor, Pastellfarben, nach wie vor viel Holz und Akzente in Neon. Und auch die Jungdesigner hatten wieder einiges zu bieten. Aber davon kann ich euch leider erst in den kommenden Tagen berichten. Aber ihr könnt sicher sein: Es kommt noch so einiges. Selbstverständlich werde ich euch auch noch meine persönlichen Highlights vorstellen. Dazu fehlen nur noch die Fotos …